Evangelische Freikirche Köln
Eine internationale Gemeinde, in der Menschen aus über 40 Nationen ihre geistliche Heimat gefunden haben.
Hiob: Gerecht und doch krank
Die Geschichte Hiobs widerlegt eine gefährliche Irrlehre: dass Krankheit immer die direkte Folge einer persönlichen Sünde ist. Hiob lebte gerecht vor Gott, und dennoch wurde er sehr krank. Er verlor alles – seine Kinder, seinen Besitz, seine Gesundheit – nicht wegen seiner Sünde, sondern innerhalb von Gottes souveränem Plan. Es stimmt, dass alle Krankheit letztlich auf den Sündenfall zurückgeht. Die Vergänglichkeit, der wir alle unterworfen sind, kam durch Adams und Evas Rebellion in die Welt. Aber das bedeutet nicht, dass jede individuelle Krankheit die direkte Strafe für eine bestimmte Sünde ist. Manchmal gibt es einen Zusammenhang zwischen Tatsünde und Krankheit, aber nicht immer. Diese Unterscheidung ist wichtig, damit wir kranke Menschen nicht zusätzlich belasten mit der Annahme, sie müssten durch Sünde ihr Leiden selbst verursacht haben. Krankheit ist komplex, aber Gott bleibt souverän.
Bitte Gott um Weisheit und Mitgefühl im Umgang mit kranken Menschen, frei von falschen Urteilen.
Hast du jemals fälschlicherweise angenommen, dass deine oder die Krankheit anderer eine direkte Strafe für Sünde ist?
Aufnahme vom 15. Februar 2026
Kindliche Gottesfurcht – Macht echte Heiligung möglich // Jakob Görzen
Gottesfurcht ist immer Ausdruck der Liebe. Die kindliche Gottesfurcht entspringt der Liebe zu Gott und macht echte Heiligung möglich. Als Kinder Gottes heiligen wir uns nicht, um von Gott angenommen zu werden, sondern weil wir bereits angenommen sind und Christus ähnlich werden möchten.
Hauptthemen
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1. Zwei Arten von Gottesfurcht
- • Sklavische Gottesfurcht ist Ausdruck der Liebe zu sich selbst und versucht, Gott geneigt zu stimmen aus Furcht vor Strafe
- • Kindliche Gottesfurcht kommt aus der Liebe zu Gott dem Vater
- • Kindliche Gottesfurcht meidet das Böse, weil es dem Vater entgegensteht
- • Kindliche Gottesfurcht vertreibt die Angst vor Strafe
- • Kindliche Gottesfurcht befreit zum selbstlosen Dienst in Liebe
2. Gotteskindschaft als Grundlage
- • Wir sind nicht nur adoptierte Kinder, sondern aus Gott geborene Kinder
- • Diese Gotteskindschaft ist die Grundlage der Beziehung zu Gott
- • Wir werden eines Tages Christus völlig gleich sein
- • Diese Gewissheit ist eine Hoffnung, die auf Tatsachen und Fakten beruht
3. Kindliche Gottesfurcht macht echte Heiligung möglich
- • Die Gewissheit, eines Tages Christus gleich zu sein, motiviert uns, ihm schon jetzt ähnlich zu werden
- • Wir heiligen uns nicht, um von Gott angenommen zu werden, sondern weil er uns bereits angenommen hat
- • Heiligung geschieht aus dem guten Motiv der Liebe, nicht aus Furcht vor Strafe
- • Als Kinder Gottes möchten wir schon hier und jetzt entsprechend leben
Biblische Grundlagen
Direkt zitiert
Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, dass wir Kinder Gottes heißen sollen
Geliebte, wir sind jetzt Kinder Gottes und noch ist nicht offenbar geworden, was wir sein werden. Wir wissen aber, dass wir ihm gleich sein werden, wenn er offenbar werden wird, denn wir werden ihn sehen, wie er ist
Und jeder, der diese Hoffnung auf ihn hat, reinigt sich, gleich wie er rein ist
Weitere Referenzen
- → 1. Johannes (Aussage über vollkommene Liebe, die Furcht vertreibt)
- → Johannes 1,13
Praktische Anwendung
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- 1 Sauber denken: Tag für Tag darauf achten, dass die Vorstellungswelt sauber ist und den Grundsätzen Jesu entspricht.
- 2 Saubere Sprache pflegen: Die eigene Sprache so gestalten, dass sie dem Wesen Jesu entspricht.
- 3 Saubere Lebensweise führen: Die gesamte Lebensweise und Beziehungen so gestalten, dass sie der Art Jesu immer mehr entsprechen.
- 4 Aus Liebe heiligen, nicht aus Furcht: Sich heiligen aus dem guten Motiv der Liebe zu Gott, weil man bereits angenommen ist, nicht um Annahme zu erlangen.