ICF Zürich
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Gesegnet in der Verfolgung
Jesus beginnt die letzte Seligpreisung mit einer radikalen Aussage: 'Glücklich zu preisen sind die, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden.' Das widerspricht allem, wonach wir Menschen natürlicherweise streben. Wir wollen beliebt sein, akzeptiert werden, dazugehören. Soziale Ablehnung löst in unserem Nervensystem eine Reaktion aus, die mit Todesangst vergleichbar ist. Doch Jesus stellt unsere Werte auf den Kopf. Er spricht von einer anderen Gerechtigkeit – nicht einer, die wir uns durch religiöse Leistung verdienen können, wie es die Pharisäer versuchten, sondern von der Gerechtigkeit Gottes, die uns in Jesus Christus geschenkt wird. Wenn wir für diese Botschaft der Gnade verfolgt werden, wenn wir dafür leiden, dass Gott uns seine Gerechtigkeit als Geschenk gibt, dann sind wir gesegnet. Das ist der Kern: Es geht nicht darum, absichtlich unliebsam zu sein, sondern um die richtige Motivation – die Wahrheit des Evangeliums zu verkündigen, auch wenn es uns etwas kostet.
Bitte Jesus, dir seine Perspektive auf Ablehnung und Verfolgung zu schenken. Danke ihm dafür, dass seine Gerechtigkeit ein Geschenk ist, das du nicht verdienen musst.
Wo hast du Angst vor Ablehnung, wenn du offen zu Jesus stehst? Was würde sich ändern, wenn du Verfolgung um der Gerechtigkeit willen als Segen sehen könntest?
Aufnahme vom 18. Februar 2026
Glücklich im Leiden (Mt 5,10-12) | Dein Januar im ICF | Tim Mujiarto & Joël Vögeli
Jesus lehrt in den letzten Seligpreisungen, dass wahres gesegnetes Leben bedeutet, um der Gerechtigkeit und um Jesu willen verfolgt zu werden. Diese Gerechtigkeit ist ein Geschenk Gottes durch Jesus Christus, nicht etwas, das wir uns erarbeiten können. Jesus vergleicht seine Nachfolger mit den Propheten des Alten Testaments und ruft sie auf, prophetisch das Evangelium zu verkündigen, selbst wenn es Verfolgung bedeutet.
Hauptthemen
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1. Verfolgung um der Gerechtigkeit willen
- • Jesus stellt das gute Leben radikal auf den Kopf - verfolgt zu werden ist paradoxerweise gesegnet
- • Soziale Ablehnung löst in uns Todesangst aus, weil wir einen tiefen Drang nach Beliebtheit haben
- • Verfolgung ist nicht gerechtfertigt, wenn man unliebend ist, sondern wenn man trotz reinem Herzen, Barmherzigkeit und Friedensstiftung abgelehnt wird
- • Die Geschichte von Paulus zeigt, dass Jesus nachfolgen bedeuten kann, alles Irdische zu verlieren
2. Gerechtigkeit als Geschenk Gottes
- • Gerechtigkeit bedeutet, in guter Beziehung zu Gott und Menschen zu stehen
- • Im Gegensatz zu den Pharisäern, die Gerechtigkeit durch Leistung zu erreichen versuchten, wird sie uns von Gott geschenkt
- • Jesus ist selbst die Gerechtigkeit Gottes geworden
- • Jesus wechselt in Vers 11 von 'Gerechtigkeit' zu 'um meinetwillen' - er identifiziert sich selbst als die Gerechtigkeit
3. Berufung zum prophetischen Dienst
- • Jesus vergleicht seine Nachfolger mit den Propheten des Alten Testaments
- • Propheten verkündigten im Alten Testament, wo Israel dem Bund nicht gerecht wurde
- • Heute sind Christen Propheten, die das Evangelium verkündigen - dass Gott durch Jesus Frieden geschlossen hat
- • Jeder Einzelne ist berufen, Prophet zu sein und das Evangelium zu deklarieren
- • Wir sind auch Propheten füreinander und sollen einander ermahnen und ermutigen
4. Geistlichkeit im nahen Umfeld
- • Der erste Prophet ist nicht ein entfernter Speaker, sondern die Menschen, die uns am nächsten sind
- • Wir sollen unserem Umfeld zutrauen, dass Gott durch sie spricht
- • Die 'Nazareth-Falle' warnt davor, Menschen, die wir gut kennen, geistlich nicht ernst zu nehmen
- • Wir sollen unseren Brüdern und Schwestern mutig zutrauen, dass Gott Großes durch sie tun wird
Biblische Grundlagen
Direkt zitiert
Glücklich zu preisen sind die, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden, denn ihnen gehört das Himmelreich. Glücklich zu preisen seid ihr, wenn man euch um meinetwillen beschimpft und verfolgt und euch zu Unrecht schlimme Dinge nachsagt. Freut euch und jubelt. Denn im Himmel wartet eine grosse Belohnung auf euch. Genauso hat man ja vor euch schon die Propheten verfolgt.
Weitere Referenzen
- → Apostelgeschichte (Petrus und Paulus Auseinandersetzung über das Evangelium)
- → Galater (weder Jude noch Grieche, weder Mann noch Frau, weder Sklave noch Herr - eins in Christus)
Praktische Anwendung
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- 1 Für prophetischen Dienst anderer beten: Bete für eine spezifische Person in deinem Umfeld, dass Gott sie wie einen Propheten gebraucht, um seine Botschaft heute zu den Menschen zu bringen. Bitte um offene Herzen und wunderbare Gelegenheiten für diese Person.
- 2 Geistlichkeit des nahen Umfelds anerkennen: Vermeide die 'Nazareth-Falle' und traue den Menschen in deinem direkten Umfeld zu, dass Gott durch sie spricht. Dein erster Prophet ist nicht ein entfernter Prediger, sondern deine Ehepartnerin, Freunde oder Geschwister.
- 3 Übernatürliche Freude in Verfolgung suchen: Wenn du um Jesu willen verfolgt wirst, Lügen über dich verbreitet werden oder Rufmord geschieht, bitte Gott um übernatürliche Freude und erinnere dich daran, dass der Lohn im Himmel groß sein wird.
- 4 Das Evangelium prophetisch verkündigen: Verstehe deine Berufung als Prophet, der nicht mehr das Gesetz verkündigt, sondern das Evangelium: dass Gott durch Jesus Christus Frieden geschlossen hat und jeder, der an ihn glaubt, das ewige Leben hat.